Der Landessportverband Baden-Württemberg (LSVBW) bietet auch in diesem Jahr eine Reihe von Fortbildungsmodulen für Trainerinnen und Trainer, die ihre Kompetenzen im Bereich des Leistungssports erweitern möchten, an.
Referent:
Joana Schmidt (Sportwissenschaftlerin; Abteilung für Sportmedizin im Universitätsklinikum Tübingen)
INHALTE:
Trainerinnen und Trainer im Nachwuchsleistungssport stehen im Spannungsfeld zwischen Leistungsanforderungen, Verantwortung und zwischenmenschlicher Beziehung. Dieses Modul beleuchtet die Trainer-Athleten-Beziehung aus sportpsychologischer Perspektive. Im Fokus stehen unterschiedliche Kommunikationsformen, die eigene Trainerpersönlichkeit und deren Einfluss auf den Trainingsstil. Ziel ist es, Kommunikation und Beziehungsgestaltung bewusst einzusetzen, um Athletinnen und Athleten mental zu unterstützen und Leistungsfähigkeit nachhaltig zu fördern.
Referent:
Oliver Caruso (Leitender Landestrainer Gewichtheben)
INHALTE:
Dieses Modul richtet sich an Trainerinnen und Trainer, die ihr Wissen im Langhanteltraining festigen und vertiefen möchten. Unter der Leitung von Oliver Caruso, Olympiamedaillengewinner im Gewichtheben und langjähriger Landestrainer, werden grundlegende und fortgeschrittene Inhalte praxisnah vermittelt. Im Fokus stehen eine technisch saubere Ausführung, Trainingssteuerung sowie die sichere Anwendung im Nachwuchsleistungssport. Anhand praktischer Beispiele aus dem Projekt „Kraft-Werk Kids“ und der Kooperation mit dem Schulsport wird aufgezeigt, wie Langhanteltraining altersgerecht zur Stärkung von Kindern und zur Talententwicklung eingesetzt werden kann. Sportartspezifische Fragestellungen und individuelle Anforderungen der Trainerinnen und Trainer werden dabei gezielt aufgegriffen.
Referenten:
Katja Kosak (Koordinatorin Gender Traineeprogramm, Bundesministerium BMWKMS, Österreich), Susanne Wiedemann (Trainerakademie Köln), Karl Schwarzenbrunner (Deutscher Eishockey-Bund), Lothar Linz (Trainerakademie Köln), Holger Hasse (Trainer:innen Deutschland) u.v.m.
INHALTE:
Das Trainerinnen-Symposium richtet sich an Trainerinnen und Trainer im Leistungs- und Nachwuchssport und thematisiert die Unterrepräsentanz von Frauen im Trainerwesen. Im Mittelpunkt stehen die Stärkung von Frauen im Leistungssport, strukturelle Herausforderungen sowie das bislang ungenutzte Potenzial weiblicher Trainerinnen. Das Symposium bietet fachliche Impulse, Raum für Austausch und Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis. Ziel ist es, für bestehende Strukturen zu sensibilisieren, Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen und zur Weiterentwicklung einer vielfältigen Trainerlandschaft beizutragen.
Referenten:
Dr. Friedrich Barsch (Universitätsklinikum Freiburg), Dr. Sarah Jakowski (Ruhr-Universität Bochum), Dr. David Rösch (Institut für Sportwissenschaft Tübingen)
INHALTE:
Mouth Taping stellt eine neuartige Trainingsmethode dar, die zunehmend Einzug in den Trainingsalltag von Leistungssportler*innen hält und insbesondere über soziale Medien an Popularität gewinnt. Im Rahmen der Begleitstudie werden mögliche Auswirkungen auf Atmung, Belastungssteuerung und Regeneration untersucht sowie Chancen und Grenzen der Methode aus sportwissenschaftlicher Perspektive eingeordnet.
Schlaf spielt eine zentrale Rolle für Leistungsfähigkeit und Gesundheit im Sport. Der Vortrag gibt einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu Schlaf und sportlicher Performance, beleuchtet praxisnahe Optimierungsmöglichkeiten und ordnet Chancen und Grenzen des Schlaftrackings ein. Ein ergänzender Exkurs zum Erholungsmanagement zeigt, warum guter Schlaf bereits tagsüber beginnt und wie Athlet:innen ihre Regeneration ganzheitlich unterstützen können.
Im Rahmen des dritten Fortbildungs-Teils werden aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zur Bedeutung des relativen Alters und der biologischen Reife im Nachwuchsleistungssport vorgestellt. Ein Fokus liegt dabei auf einem möglichen Lösungsansatz zum Umgang mit dem relativen Alterseffekt im Basketballverband Baden-Württemberg e. V.
Referent:
Berthold Bisselik (Diplom-Trainer & Bildungsexperte)
INHALTE:
Der Workshop richtet sich an Trainerinnen und Trainer im Leistungs- und Nachwuchsleistungssport. Im Mittelpunkt stehen Fragen wirksamer Führung zwischen Klarheit, Präsenz und Resonanz sowie die Gestaltung von Rahmenbedingungen, Beziehungen und Entwicklungsräumen im Leistungskontext. Der Workshop lädt dazu ein, Spannungsfelder, innere Haltungen und konkrete Erfahrungen aus dem Trainingsalltag bewusst wahrzunehmen, zu reflektieren und miteinander ins Gespräch zu bringen — zwischen Leistung und Entwicklung, Orientierung und Freiheit, Individualität und Zugehörigkeit. Anhand gemeinsamer Reflexion, Praxisbeispiele und dialogischer Impulse entstehen Räume für Austausch und Perspektiverweiterung, die unterschiedliche Sichtweisen erfahrbar machen. Ziel des Workshops ist es, voneinander zu lernen und die eigene Rolle als Trainer:in bewusst, stimmig und wirksam gestalten zu können.
Referent:
Adrian Rothenbühler (Swiss Athletics)
INHALTE:
Explosivität ist in vielen Sportarten eine zentrale und teilweise ungenutzte Leistungsreserve. Dieses Modul zeigt praxisnah, wie explosive Fähigkeiten gezielt entwickelt und im Kontext der Talentsichtung und -entwicklung sinnvoll gefördert werden können. Im Fokus stehen die physiologischen Auswirkungen von Schnelligkeitstraining sowie der Transfer von Zubringerleistungen auf die sportartspezifische Leistung. Aufbauend auf Ansätzen aus dem Projekt „Power to Win“ werden sportartübergreifende Trainingsmethoden vermittelt.
KONTAKT:
Interessenten können sich für Rückfragen oder weitere Infos direkt beim LSVBW unter leistungssport@lsvbw.de melden







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